Einzelintegration in unserem Kinderhaus
Räumliche und personelle Voraussetzung für unsere Einrichtung:
Es gibt viele Arten von Behinderungen und bei uns im Team wird erörtert und entschieden, ob die Aufnahme von Kindern mit Behinderung bei uns im Kinderhaus möglich ist. Es kann auch sein, daß nach einer gewissen Probephase festgestellt wird, daß ein Kind nicht in die Gruppe paßt, und es vielleicht in einer anderen Einrichtung besser nach seinen speziellen Bedürfnissen gefördert werden kann.
Je nach Art der Behinderung und Alter des Kindes werden dann die Gruppenräume in der die Kinder integriert sind, umgestaltet.
- Die Spielmaterialien sind ausgewählt und zur speziellen Förderung der Grobmotorik und dem Entwicklungsstand entsprechend ausgewählt
- Es sind Matratzen als Kuschel- / Leseecke vorhanden, in der sich die Kinder auch ausruhen können
- Einfache Bilderbücher und Puzzles wurden besorgt
Pädagogische Ziele, Prozessgestaltung und Angebote
Unsere Einrichtung hat bereits mehrjährige Erfahrung mit der Arbeit behinderter Kinder.
Unser Personal hat teilweise bereits während der Ausbildung einige Erfahrungen im Behindertenbereich gesammelt oder schon in entsprechenden Einrichtungen gearbeitet. Verschiedene Kurse und Fortbildungsveranstaltungen (z.B. im Gehörloseninstitut) wurden besucht.
Wir achten auch darauf, dass die Gruppen mit Einzelintegration nicht mit der vollen Kinderzahl belegt sind, sondern dass man doch darunter bleibt.
In der Teambesprechung waren wir uns schnell dahingehend einig, dass es sinnvoll ist, verstärkt Angebote in Teilgruppen zu planen und durchzuführen. Allerdings kann ebenso viel in der Gesamtgruppe ablaufen.
Die Eingewöhnungsphase, das gegenseitige Beschnuppern und Kennenlernen wird einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen.
Im Vorfeld der Aufnahme finden Gespräche mit den Eltern der behinderten Kinder statt, die Kinder nehmen das Angebot eines Schnuppertages bei uns wahr.
Auch die anderen Kinder der Gruppe werden auf das neue Kind mit seinen besonderen Bedürfnissen und Fähigkeiten durch Gesprächsrunden vorbereitet und sensibilisiert.
Es findet ein regelmäßiger Austausch mit der jeweils zuständigen Fachkraft , die das Kind ausserhalb unserer Einrichtung betreut, statt. Hierbei wird der Entwicklungsstand der Kinder und die Arbeitsweise mit ihnen besprochen. Spielmöglichkeiten und Lieder werden werden aufgezeigt. Diesen Austausch wollen wir natürlich kontinuierlich fortsetzen, denn die gute Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften, uns und den Eltern ist unerlässlich.
Wir wollen uns dieser Aufgabe stellen und so gut es geht Schwierigkeiten meistern, damit sich die Kinder- und hier sind ja alle gemeint- bei uns wohl und angenommen fühlen.
Für die Arbeit mit den behinderten Kindern haben wir uns keine zu hohen Ziele gesteckt. So ist es wichtig, dass sie einfach lernen, sich bei uns zurechtzufinden, so gut es geht selbständig sein können. Sie sollen nicht über- aber auch nicht unterfordert werden. Beobachtungen, Reflexionen und der Austausch sind besonders wichtig.
Wir wollen es schaffen, dass es schon unsere Kindergartenkinder als ganz normal empfinden, mit behinderten und von Behinderung bedrohten Kindern aufzuwachsen und sich gegenseitig zu helfen, damit eine richtige Gemeinschaft entstehen kann.
Zur speziellen Förderung der Kinder mit Behinderung bieten wir:
- intensive Eingewöhnungsphase ( für Eltern, Kinder und die Gruppe)
- Einzel-und Kleingrupenangebote
- Teilnahme an speziellen Fortbildungen
- Austausch im Team über Erfahrungen, Veränderungen, Probleme, Auffälligkeiten,
Fortschritte - besondere Pflege und Beobachtung

